Vorwort der Redaktion


Liebe Leser

Eigentlich sollte ja der neue NUGGI schon im Juni in Eurem Briefkasten schmoren, durch die doch sehr sommerlichen Temperaturen in den letzten Tagen und Wochen hat sich dieses Unterfangen jedoch leider ein wenig verzögert…

Aber nun hat er es geschafft und strahlt in frischer Blüte…

Und seit der letzten Ausgabe ist eh sehr viel geschehen bei den NOCHWUCHS WAGGIS… An der Generalversammlung hat Susi das Präsidentenamt von Misch übernommen, der Vorstand wurde auf 7 Mitglieder aufgestockt und ausserdem viele Ämter neu besetzt. Doch die grösste Änderung wurde an der Aktivsitzung vom 19. Juni abgesegnet: Stefan Bärtschi und Andi Küng wurden ab sofort als Hamburger aufgenommen und somit beträgt der Aktivbestand zum ersten Mal in der Vereinsgeschichte 14 Mitglieder!!!

Und dann war ja auch noch die Fasnacht…

Viel Spass mit dem neuen NUGGI wünscht
s‘Redaktionsteam

Schläpfli & Nils


Bericht des Präsidenten

Bin noch am überlegen...


 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 


 


Mischa Schneider
Ex-Präsident


D´Fasnacht 2003

27.2.-4.3.2003

Sujet: "Mir wirtschafte"


Wir schreiben Donnerstag den 27.Februar, alle sitzen vor dem fertig gebauten Wagen und staunen, wie groß er eigentlich wieder geworden ist. Die neu erkauften CD´s werden getestet und es stellt sich heraus, daß alles unbrauchbar ist! Bewaffnet mit Staubsauger und Lappen zischt Hausmeister Krause (Mike) im Stübli umher und putzt es auf Hochglanz, denn es soll ja schon bald losgehen!!! Aber irgendwie kommt die Fasnsachtsstimmung noch nicht bei jedem so richtig auf. Danach gehen alle nach hause, um sich für den Maskenball in Dornach bereit zu machen...

Treffpunkt im Havanna, wir sind vollzählig da und bestellen Bier. Nun kommt die Stimmung auf die Fasnacht so langsam auf. Die Kostüme werden bei allen zurecht gezupft und die Taxis bestellt, um uns zum Maskenball zu fahren. Wir stürmten in die Halle, in der eigentlich noch gar nicht viel los ist. Die ersten Weine machen die Runde. Es wird von der Wageneinweihung geredet und darüber erzählt, wie es morgen ablaufen soll und wie der weitere Abend verläuft! Nach langem Gerede kommt die erste Guggenmusik in die Halle und alle stellen sich auf die Bänke!! Es wird zum Takt getanzt, gehüpft und die Stimmung ist in vollem Gang. Allmählich ist jeder irgendwo am Maskenball verstreut, einige an der Bar, andere in der Halle am hüpfen und weitere sind draußen am Wurststand. Wenn man eine Runde durch den Ball macht, trifft man sicher den einen oder anderen Nochwüchsler! Außer Stickstoff!!! Denn der ist eindeutig immer nur an der Bar zu finden!!!
Der Morgen bricht an und alle gehen langsam nach hause, um fit zur Wageneinweihung zu erscheinen...

Nun ist Freitag der 28. Februar und alle sind pünktlich auf dem Schori Areal, um die letzten Arbeiten vor der Wageneinweihung zu erledigen. So, und nun geht’s ab zum pumpen der Pneus. Das erste Mal fährt das Ding mehr als 30km/h und alle haben ein kleines Schmunzeln im Gesicht. Wir kurven gemütlich mit lautem Horn durch Reinach und geniessen die erstaunten Blicke der Leute, die den Wagen betrachten. Nach etwas Mühe haben dann aber auch die Pneus genügend Luft und der Wagen wird zum Restaurant Waage gestellt, wo auch die Wageneinweihung stattfinden wird.

Das Material wie Wein, Bier und Schnaps wird an seinem Platz verstaut und auch die Kordel für den Champagner wird montiert. Der Countdown läuft, nur noch einige Minuten bis zum großen Showdown. Kurze Dusche und den Frack montiert und man ist zurück beim Wöögli. Die beiden Nüt („noch-nicht-ganz-Hamburger“, Anm. d. Red.) machen sich bereit, um die selbst gedichteten Schnizelbängg zu singen. Man amüsiert sich über die Verse und schon geht’s weiter mit der offiziellen Taufe. Es sind viele Gäste gekommen, darunter auch unsere Regierungsrätin Frau Elisabeth Schneider. Die Gäste warten auf die grosse Rede vom Präsident Misch. Danach macht sich André Schori (welcher den verhinderten Wagengötti Ernst Schori vertritt) bereit, die Flasche ans Wagengehäuse zu knallen! Ein Stoß und sie zerspringt mit lautem klirren. Die Furzgugge, wie auch die Schlösslischränzer begleiten die Wageneinweihung mit Pauken und Posaunen! Danach geht’s mit der Furzgugge im Laufschritt in Richtung Weiermatthalle zum RY-FA-OBE. Unterwegs gibt es aber noch einen Apéro, welchen wir mit der Furzgugge genießen dürfen. Dort angekommen strömen wir in die Halle und alle haben einen Platz gefunden, um sich zu amüsieren! Ganz nach dem Motto: der Abend ist noch jung!!!

Es ist Samstag der 1.März, der Kopf ist schwer und es ist schon 10Uhr morgens! Nun ruft die Arbeit!!! Alle packen an, Räpplisäcke, Däfeli, Tulpen, Orangen und Fussballbilder werden auf dem Wagen verstaut. Es ist schon fast schwere körperliche Arbeit, aber was soll’s, mit Musik und viel Gelächter geht alles schnell vorwärts. Nun plagt der Hunger unsere Bäuche, denn das Mittagessen steht bereit. Das Schnipo paßt nicht allen, besonders Moni, denn er kaut und kaut und es will nicht enden! Um 13Uhr geht es zum Einstehen, bei Sonnenschein und frühlingshafter Wärme.

Pünktlich um 14Uhr geht es los!!! Larven auf und wir drehen die erste Runde durch den Cortège. Es ist wirklich warm, alle keuchen und triefen. Auf in die zweite Runde und danach geht’s zu unserem Stammparkplatz, wo der Wagen gut besucht wird. Wie immer, begleitet von diversen Guggen, genießen wir das Anstoßen mit Freunden und Bekannten. Unser Präsi geht permanent mit dem six-pack Schnaps durch die Menge! Der Wagen wird danach wieder zur Waage gebracht, wo wir weiterhin den Abend genießen! In unserem Stübli geht’s rege zu und her, diverse Fasnächtler, wie auch Bekannte genießen die Gemütlichkeit. Dann, der Sternenlauf beginnt und zwar mit Live-Konzert vom Schnigge, Schnägge und dem Schnuck (Susi, Guess und Chorche). Ab und zu trifft man ein Nochwüchsler an Bars verstreut in Reinach.

Am Sonntag 2. März früh, viel zu früh am Morgen geht’s wieder an die Arbeit!!! Säcke, Orangen Tulpen etc. werden auf den Wagen gehievt. Jeder staunt abermals wie viel Wurfmaterial auf dem Wagen ist. Man hat kaum Platz um sich zu bewegen. Und Susi fehlt!!!

Vollbeladen mit einigen Tonnen ist unser Chauffeur Päsci bereit für die Überfahrt nach Allschwil. Beim Zurücksetzen des Wagens kommt es aber zu Schreck-Sekunden, denn er bewegt sich mit lautem knarren auf die linke und rechte Seite!!! Aber Glück im Unglück, der Wagen ist nicht gekippt und das Dach hält!!!! Schwein gehabt!!! Mit gemütlichem Tempo fahren wir nach Allschwil und nehmen unterwegs sogar noch Susi mit, welcher ein bisschen länger gedöst hat... Aber man muss sagen, unser Chauffeur Päsci ist super und alles läuft glatt. Pünktlich angekommen stehen wir für den Allschwiler Cortège ein, den wir als erster Wagen bestreiten dürfen, und dies als Gast!! Wenn das keine Ehre ist? Die erste Runde ist nicht sehr besucht von Leuten, weil der Cortège eine sehr lange Route hat. Wir werfen unser Material in Mengen aus dem Wagen. So, daß wir in der zweiten Runde auf den letzten Metern kaum mehr etwas haben. Nun ist der Cortège zu Ende und wir können unseren Wagen beim Restaurant Rössli einstellen.

Man muss dazu sagen, es ist seit einigen Jahren unser Stammplatz und wiederum strömen die Besu-cher in Scharen auf den Wagen. Solche die vorbeigehen und denken: „Woow haben die ein Fest“ und andere, welche seit einigen Jahren unseren Platz kennen und uns besuchen kommen.
Ein paar Nochwüchsler haben bereits das Hotelzimmer bezogen und genießen das Guggenkonzert auf dem Kirchplatz. Besonders Schläpfli hat einen tollen Ausblick vom Zimmer aus, direkt auf das Konzert! Der Abend wird wieder auf dem Wagen im Stübli und in halb Allschwil verbracht. Wieder bricht der Morgen an... Teils schläft man in Hotelzimmer, teils im Wagen vor, oder an der Heizung, was Stickstoff noch büßen muß.

Am Montag 03.03.03 haben sich so komische Blasen an seinem Bein gebildet, welche sehr zu schmerzen scheinen. Mit Gelächter und müden Gesichtern wird der Wagen nach Aesch gefahren und die ganze Überfahrt läuft wieder einmal super... Wie üblich halten wir beim Rinaco zu einem Schluck Wein und Kaffischnaps an. Nach kurzem Aufenthalt geht’s weiter in’s Pub und nach Aesch, wobei wir unterwegs diverse Fasnächtler an den Tramhaltestationen aufladen, wie ein großes Taxi.

Der Cortège in Aesch ist schon lange vorbei und wir stellen unseren Wagen am Straßenrand hin. Dann kommt Hektik auf: WIR HABEN KEIN BIER MEHR!!! Nach einer kleinen Besprechung mit unserem Kassier Moni stürmen alle in den Coop, wo schnell noch ein paar 24-Packs gekauft werden. Mit dem Hand-Rolli wird das Bier auf den Wagen gebracht. Am Abend spielen dann die Schlösslischränzer und diverse andere Guggen Platzkonzerte vor unserem Wagen. Es wird wieder zum Takt gehüpft, getanzt, angestoßen und gefeiert. Der Abend ist eigentlich toll, bis uns das Aescher Komitee vom Platz verweisen will. Wir sollen unseren Wagen aus dem Dorf fahren, weil sie im Dorf um diese Zeit keine mehr dulden!!! Nach langen Gesprächen mit der Polizei bleibt er dann aber doch an Ort und Stelle stehen. Danke Misch!!! Aber das Fazit der Aescher Fasnacht ist nicht so toll: schlechte Stimmung in den Beizen und alles ist träge und langweilig.

Am Dienstagmorgen 4. März wird der Wagen wieder auf das Schori Areal gestellt, wo er bis zum nächsten Wagenbau stehen bleibt. Anschliessend geht’s traditionellerweise in den Spagetti-Corner zu einem kleinen Abschlussessen! Danach geht jeder nach Hause um die Stunden nach zu schlafen, welche er versäumt hat!!! Und dies sind wohl einige....

Am Samstag 8. März treffen wir uns wieder im Havanna , denn es ist Reinacher Kehrausball angesagt, das Ende der Fasnacht... Alle sind wieder ausgeschlafen und top fit für den letzten Abend. Wir plaudern über die schönen und die schlechten Momente unserer Fasnacht, bevor es dann los geht. Als wir am Kehrausball ankommen, ist das Fest schon im vollen Gange, aber wir kommen nicht so in die Gänge, wie wir es uns eigentlich vorgestellt haben. Der Abend ist für einige hart, denn es war eine anstrengende Fasnacht ! Nun ist sie aber vorbei und es war, wie jedes Jahr wieder WUNDERSCHÖN...

Chorche