Vorwort der Redaktion


Liebe Leser

Die Zeit rast im Eilzugstempo an uns vorbei, denn wiederum sind sechs Monate vergangen und der neue NUGGI ist da... Doch unter anderem heisst dies auch, dass es endlich wieder wärmer wird und dem Sommer entgegen geht!!!

Da wir in diesem Vereinsjahr alle unsere Anlässe bereits schon vor Oktober 00 abgehalten haben, gibt es in dieser Ausgabe nicht sonderlich viel zu berichten, ausser natürlich über unseren Hauptanlass, die Fasnacht!!!! Auch diesmal ist wieder viel Schweiss geflossen während der Wagenbauzeit und wir denken, es hat sich sehr gelohnt, konnten wir doch an der Wageneinweihung einen wunderschönen Wagen präsentieren...

Einige von unseren Passivmitgliedern waren davon so angetan, dass wir das neue Vereinsjahr nun mit 3 Hamburgern in Angriff nehmen werden!!! Auch an der Spitze des Vereins hat es eine Änderung gegeben, denn Grisu ist als Präsident zurückgetreten und gibt sein Amt an Misch weiter, welcher somit als 3. Präsident in die Geschichte des Vereins eingehen wird....

Obwohl uns Grisu bis auf weiteres als Fahrer zur Verfügung stehen wird, möchten wir es an dieser Stelle nicht missen, ihm für seinen geleisteten Einsatz über all die Jahre ganz herzlich zu danken!!!

In diesem Sinn wünscht Euch s’Redaktionsteam einige unterhaltsame Minuten oder Stunden mit dem neuen NUGGI


Nils & Schläpfli

 

Bericht des Präsidenten


„Es ist wieder soweit, die Fasnacht kann kommen!!!“

Das sind Worte welche ich gerne in den Mund nehme, doch meistens kommt es schneller als es kommen sollte....

Die Vorbereitungen für den Wagenbau laufen an, wir kommen für die erste Sitzung zusammen und es wird im groben Rahmen beschlossen, wie wir den Wagen gestalten werden. Anschliessend geht es Mitte Oktober 2000 zum eigentlichen Wagenbau über. Das Sujet, welches das grösste Geheimnis einer Clique ist, wird erkoren und es läuft auf Hochtouren. Der Schritt zu den Finessen ist dann nicht mehr so gross und alle freuen sich auf den eigentlichen Startschuss zur Fasnacht 2001.

Aber plötzlich kommt der Mahnfinger und spricht: „Dieses Jahr werden die Orangen den Zuschauern nur zugeworfen, und zwar mit „Samthandschuhen", damit wir nicht wieder ein ziviles Unfallopfer zu beklagen haben, welches einen etwas unverhältnismässigen Schadenersatzanspruch geltend zu machen versucht.“ Leider wurden wir seit der letzten Fasnacht etwas durch die Justiz- und Anwaltsmühlen gezogen, denn die betroffene Person möchte eine Invalidenrente beanspruchen und die Abklärungen sind immer noch im Gange...

Aber auch trotz dieses Mahnfingers steht die Fasnacht dann plötzlich vor der Tür und der Startschuss fällt. Ein Kälteschauer übergeht uns und wir sind wieder so richtig im Element. Samstag, Sonntag, Montag, Dienstag, ja was??? Wie im Schnellzug gehen diese Tage vorbei und schon stellen wir unseren Wagen wieder ein, wobei wir dieses Jahr mit einem ruhigen Gewissen die letzten Tränen mit einem Schluck hinunterspülen können, denn wir sind ohne Schaden davon gekommen und so soll es auch bleiben.

Zum Schluss möchte ich nur noch sagen: „ Kopf hoch, Augen geradeaus, Samthandschuhe an, Orange flieg.“

In diesem Sinne möchte ich mich bei Euch verabschieden und verbleibe mit bestem Dank für Eure Unterstützung....

Mit freundlichem Gruss Euer Ex-Präsi Grisu

p.s. Ausserdem ist unser Verein seit geraumer Zeit auch online unter www.nochwuchswaggis.ch zu bewundern.

 

Wagenbau 2001

14.10.00-23.02.01

Mitte Oktober 2000 treffen sich alle NOCHWUCHS WAGGIS auf dem Areal Schori, um auch dieses Jahr wieder ein Fasnachtswunder zu erbauen. Der Wagen steht immer noch an Ort und Stelle, im praktisch selben Zustand, wie er Ende Fasnacht 2000 verlassen wurde. Zuerst stehen Arbeiten, welche sujetunabhängig sind, auf dem Programm, denn dieses wird erst anlässlich der Aktivsitzung anfangs November bestimmt. Grosse Veränderungen am Grundaufbau wird es aber nicht geben, denn diese kosten eine Menge Geld und beanspruchen viel Zeit. Lieber investieren wir diese Dinge in Farben, Zeichnungen, Sprüche und Details. Doch erst einmal muss der hartnäckige Leim, den wir letztes Jahr auf die gesamte Wagenfläche aufgetragen haben (um die silberne Folie zu befestigen) mit maschineller Hilfe abgeschliffen werden. Diese Schleifarbeit kostet viel Kraft und Durchhaltevermögen und nimmt etwa 3 Wagenbautage in Beschlag. Interessant an dieser Arbeit ist, mitanzuhören, wie sich gewisse Waggis unter diesem Energieverlust zu relativ aggressi-ven Tönen hinreissen lassen. Dennoch wird diese erste Hürde erfolgreich übersprungen und es kann damit begonnen werden, die frisch abgeschliffenen Spanplatten mit weisser Farbe zu grundieren.

Leider stellt uns der Regen in dieser Bauphase ein Bein und einige Teile der Spanplatten ziehen Wasser. Deshalb wird die gesamte Wagenfläche sofort ein zweites Mal gestrichen.

Anfangs November steht dann die Sujetsitzung im Restaurant Waage auf dem Programm. Zur Auswahl stehen Sujets wie: St. Jakobs-Park/FC Basel, Big Brother, Neubau Gemeindehaus Reinach, Verkauf Feldschlösschen, u.a. Nach langem und intensiven sitzen einigen wir uns dann aber doch sehr deutlich für’s „Feldschlösschen". Somit kann unser „Art-Directeur“ Susi sofort seine künstlerischen Ader wirken lassen und Zeichnungen zu unserem neuen Wagen erstellen. Ebenfalls wird heftig über diverse Details diskutiert. Momentan steht auf dem Bauplatz zwar noch ein weiss grundierter Wagen, doch dies ändert sich schon sehr bald, denn Susi beginnt Bleistiftzeichnungen auf die Wagenflächen aufzutragen und Nils begibt sich für die nächsten Samstage an die Vorderfront , um dort zu wirken... Gleichzeitig wird auch mit einem neuen Dach begonnen, welches durch das Duo Krümel/Misch gezimmert wird und das alte Flachdach ersetzen soll. Somit hat also jeder Waggis etwas zu tun...

Nun geht alles sehr schnell, Zeichnungen entstehen, welche durch die Farben zum Leben erweckt werden. Auf dem hinteren Teil des Wagens wird, ebenfalls unter der Regie von Susi, das Feldschlösschen-Tor gezimmert.

Dieses enthält im Innern ein Lager und bietet auf dem oberen Teil eine Standfläche für 2 Waggis. Durch unsern Hauselektriker Schläpfli entsteht in diesem Durchgang ein sensationeller Sternenhimmel, auf den sogar unser Läppligönner Mäni Widmer neidisch reagiert. Er verlegt Unmengen von Kabeln und sorgt dafür, dass der ganze Wagen auch diesmal mit Licht und genügend Sound ausgerüstet ist. Die Stromversorgung klappt hervorragend und im Januar 2001 steht dann das Traktorengerüst auf dem Programm. Eigentlich sollte dieses Jahr ein neues, leichteres Gerüst, welches man in drei Teile zerlegen kann, konstruiert werden. Diverse Anfragen bei Stahlbaufirmen legen dieses Unterfangen wegen den finanziellen Vorstellungen, vorübergehend jedoch auf Eis. Deshalb wird das alte Gerüst aus seiner misslichen Lage befreit und wieder aktualisiert. Dank der spontanen Hilfe von Alex Iseli, der uns dieses Teil mit perfekten Schweissnähten auf Vordermann bringt, ist auch diese Hürde genommen und es kann damit begonnen werden, es mit einer Plastikblache einzukleiden. Diese wird anschliessend mit Farbe bemalt und somit ist das Gerüst in kurzer Zeit fertiggestellt. Mitte Februar, als der Stoff rund um den Wagen montiert wird, kann man nun endlich sehen, welch ein Fasnachtswunder die NOCHWUCHS WAGGIS auch dieses Jahr wieder auf die Räder gestellt haben. Auch die Zeichnungen sind fertig, doch es wird noch bis zuletzt an diversen Details gebastelt....

An der Wagentaufe dürfen wir dann unsern Wagen endlich der Öffentlichkeit präsentieren und ich darf mit Stolz sagen, dass wir dies mit Erfolg tun.

Somit endet der Wagenbau 2000/01, der mehrheitlich mit grosser Anwesenheit der einzelnen Waggis durchgeführt werden konnte. Die Bauzeit war mit Höhen und Tiefen durchzogen, doch wir hatten während den ganzen 4 Monaten sehr viel zu lachen. Kurz, es war sensationell........!!!!!!!

Speziell bedanken möchte ich mich im Namen der NOCHWUCHS WAGGIS bei Ernst Schori, welcher uns sein Areal das ganze Jahr hindurch zu Verfügung stellt, Alex Iseli der uns mit seinem Wissen, Einsatz und Material behilflich war, Jürgen Grosser und Käthi die uns an einem Samstag mit Spaghetti, Salat, Wein und Brot verpflegten, unserem neuen Wagengötti Erich Stähli der uns an etwa sieben Bautagen von morgens bis abends behilflich war wie ein Waggis, Janine und Sabrina, welche mit ihren zarten Händen eine Menge Farbe auf unseren Wagen aufgetragen haben und allen anderen Menschen, die uns in irgendeiner Art und Weise unterstützt haben und dies noch immer tun

Der Bauchef Mischa Schneider

 

Fasnacht 2001

22.- 28. Februar 2001

Sujet: Mir sin Däne!!!

Und nun geht’s wieder los...

Man trifft sich zum ersten Mal im Kostüm, was doch jedesmal ein sehr spezieller und eindrücklicher Moment ist. Nach dem Aufwärmen im Havanna Pub besteigen wir gegen halb neun Uhr das Taxi, welches uns nach Dornach bringen wird. Dort angekommen ist bereits die Hölle los, denn es hat doch schon etwa 50 Gäste in der Halle... Doch dies stört uns nicht im geringsten und wir machen dort weiter, wo wir aufgehört haben, nämlich beim Aufwärmen. Langsam aber sicher füllt sich dann die Halle immer mehr, verschiedene Guggen geben ihr Bestes von sich und auch das altbekannte Gedränge der letzten Jahre stellt sich langsam aber sicher wieder ein!!!

Nun gut, irgendwann befinden wir uns dann aber auch schon zu vorgerückter Stunde, die Halle sieht aus, als habe eine Bombe eingeschlagen und somit wird sie gegen drei Uhr bereits geräumt, was jedoch nicht mehr alle Waggis richtig klar zur Kenntnis nehmen können.... Eigentlich ist der Abend ja noch jung und man beschliesst, noch einen Abstecher in’s Dreizack zu machen, bis sich dann auch der letzte Waggis nach hause krümelt, denn schon bald geht’s ja wieder weiter...

Am Freitag stehen wir dann um zehn Uhr bereits wieder mehr oder weniger stramm beim Wagen, um den letzten Arbeitstag in Angriff zu nehmen!!! Leider sind wir wiedereinmal nicht vollzählig, denn die Probleme mit dem Wecker sind auch dieses Jahr nicht aus der Welt geschafft... Gegen halb zwölf Uhr ist dann aber auch der letzte Waggis eingetrudelt, welcher seinen Arbeitstag gleich mit dem Mittagessen beginnen kann... Auch wenn es jedes Jahr noch viel zu tun gibt am Freitag, haben wir es diesmal fertiggebracht, den Wagen schon am Donnerstag fertigzustellen und es müssen wirklich nur noch kleinste Details gemalt werden. Gegen halb fünf Uhr ist aber auch dies erledigt und das Warten auf Grisu mit dem Traktor beginnt. Um halb sechs Uhr ist es dann endlich soweit und wir verschieben unser Kunstwerk an die Sternenhofstrasse zum Reinigungscenter Rueff, wo traditionellerweise unsere Wa-geneinweihung stattfindet.

Hierbei können wir mit einigen Neuerungen aufwarten: Es muss garantiert niemand mehr frieren, denn wir haben uns ein überdimensionales „Zündhölzli“ gekauft, welches jedoch fast ein bisschen zu übertreiben beginnt und einigen Personen mächtig einheizt... Ausserdem werden zum ersten Mal unsere weltberühmten Schnitzelbängge öffentlich zum besten gegeben, was übrigens von unseren beiden Hamburgern Sachi und Krümel übernommen wird. Über das Gesangstalent der beiden kann man sich jedoch noch lange streiten, doch an dieser Stelle möchte ich nun nicht weiter darauf eingehen...!!! Nach dieser musikalischen Darbietung heisst es dann bald einmal hinaustreten für die offizielle Wagentaufe. Jürgen Grosser hat sein Amtsjahr als Wagengötti blendend überstanden und übergibt seinen verantwortungsvollen Job nun an Erich Stähli. Mit einem noch nie dagewesenen Energieschub bewirft dieser dann unseren Wagen mit der Schämpisflasche und wir beten zum Himmel, dass wirklich nur die Flasche zu Bruch gehen wird.... An dieser Stelle möchte ich mich im Namen der NOCHWUCHS WAGGIS eh nochmals ganz speziell bei Erich bedanken, denn im Verein macht ein Gerücht die Runde welches behauptet, dass er von allen beteiligten Wagenbauern die meisten Stunden in unser Kunstwerk investiert habe...???

Mit viel Geschränze der Furzgugge, Rambasse, Graffittispukker und Schlössli Schränzer, geht dann auch dieser Anlass seinem Ende entgegen und man begibt sich an den Ry-Fa-Obe in der Weiermatthalle, wo man sich nochmals intensiv auf den bevorstehenden Cortège von morgen vorbereiten kann...

Samstags um zehn Uhr ist dann wieder Treffpunkt beim Wagen angesagt und es wird massenhaft Material aufgeladen. Danach geht’s dann schon bald in’s Wöögli, um sich für den Cortège zu stärken. Das Wetter sieht nicht gerade sehr verlockend aus, denn es fällt so eine Mischung zwischen Regen und Schnee vom Himmel und dies in rauhen Mengen!!! Doch momentan interessiert uns dies noch überhaupt nicht, denn das Essen schmeckt ausgezeichnet und wir geniessen erstmals. Na ja, vielleicht doch nicht ganz alle...?? Auf jeden Fall zeigt sich Petrus nach unserem Aufenthalt im Wöögli von einer freundlicheren Seite und als wir dann endlich unseren Einstehplatz ergattert haben, müssen wir bereits schon zur Sonnenbrille greifen.

Dann geht’s los, es heisst:“Larve auf und Material marsch!!!“ Von überall her hört man immer wieder:“Waggis hesch mer e Dääfeli, Waggis hesch mer e Mimösli“, und wir kommen kaum nach, um die Bedürfnisse der Zuschauer zu stillen!!! Schweissgebadet gönnen wir uns nach der ersten Runde eine wohlverdiente Abkühlung!!! Doch schon bald geht’s weiter auf den zweiten Durchgang, welcher nochmals kräftig an der Substanz zehrt... Dann ist der Cortège aber auch schon zu Ende, Grisu parkiert den Wagen beim Spaghetticorner und das restliche Material wird entsorgt. Ausserdem wird der Zapfhahn installiert und fleissig Bier ausgeschenkt, denn schliesslich haben wir ja ein Sujet zu vertreten....

Kurz darauf kommt dann auch schon die Furzgugge vorbei und bringt uns ein Ständeli. Dabei geht es so sehr ab, dass sogar unser Wagen zu hüpfen beginnt vor lauter Freude!!! Um sieben Uhr ist dann allgemeines Abendessen im Wöögli angesagt. Anschliessend heisst es dann nochmals „Larve auf“, denn die Furzgugge hat ihren Auftritt am Guggenkonzert, wo sie von uns wie jedes Jahr tatkräftig unterstützt werden. Danach geht’s an die Beizenfasnacht und man trifft an fast jeder Ecke in Reinach auf irgendeinen NOCHWUCHS WAGGIS. Dass sich Misch im Pub schon fast wie zuhause fühlt, kann man daran erkennen, dass er bei seinem mehrstündigen Pfüsi gleich einen gesamten Tisch beansprucht und sich pudelwohl zu fühlen scheint... Gegen fünf Uhr morgens geht’s dann auch für die letzten Nachtschwärmer in Richtung Wagen, wo man ausser drei schnarchenden Waggis nicht mehr viel Leben vorfinden kann. Tja jetzt heisst es, so schnell wie möglich einen optimalen Schlafplatz zu ergattern, denn bekanntlich ist es im Stübli nicht überall gleich bequem, gäll Susi...??? Auf jeden Fall sinken dann bald einmal auch die Letzten in ihren wohlverdienten Schlaf, ausser Susi, denn er hat ein unbändiges Verlangen, uns andauernd zu erzählen, warum er denn seinen kuscheligen Schlafplatz so sehr liebt... Und wenn er nicht gestorben ist, dann erzählt er dies noch heute...

Ein kurzes Blinzeln und schon ist wieder Tagwache angesagt!!! Dann fahren wir los zum Reinigungscenter Rueff, um das Material für Allschwil aufzuladen. Als wir dort ankommen, entdecken wir bereits aus weiter Ferne ein farbiges Häufchen neben dem Eingangstor. Bei näherem hinsehen können wir ihn als unseren „DJ Ötzi“, oder besser bekannt als Stickstoff, identifizieren, der sein Pfüsi dorthin verlegt hat. Also unter diesen Umständen sollte man eigentlich jeden Platz im Stübli schätzen, denn es ist ja nicht gerade wirklich warm...!!!! Nach einem erneuten Energieanfall geht’s dann in Richtung Allschwil, wo wir etliche Mühe haben unseren Wagen an den richtigen Ort zu bringen, weil diese Strasse nicht sehr breit ist und bereits schon viele Wagen eingestanden sind... Doch Grisu meistert auch dieses Problem wieder einmal spielend!!!

Der Cortège in Allschwil ist halt schon jedesmal etwas eindrückliches, hat es doch um einiges mehr Leute am Strassenrand als in Reinach und wir werden nochmals so richtig gefordert!!! Irgendwann haben wir dann aber auch diese beiden Runden hinter uns gebracht und es folgt die Wagenentleerung bei der Trämmlischlaufe...

Später wird der Wagen vor dem Rössli geparkt und um halb sieben Uhr steht das Nachtessen auf dem Programm. Danach gibt’s Beizenfasnacht, wobei sich die Waggis in alle Himmelsrichtungen verstreuen... Auch auf dem Wagen herrscht reger Betrieb und man sieht wiederum einige
bekannte Gesichter der letzten Jahre... Im Laufe der Nacht sammeln sich dann immer mehr Waggis im Switch, doch so wie sie gekommen sind, verschwinden sie dann auch wieder... Um sechs Uhr morgens wird dann dieser Laden dicht gemacht und wir ziehen weiter in den „Chnoche“, denn wir wollen ja noch lang nicht heim... Und da sind wir wiedereinmal, Susi, Schläpfli und Nils, die alten NWB-Überlebenskämpfer...!!! Aber irgendwann zieht es dann auch uns zum Wagen zurück. Das heisst noch nicht ganz, denn unterwegs treffen wir noch zwei andere Waggis, welche unbedingt mit uns zmörgele wollen. Na gut, wieso eigentlich auch nicht, wenn sie sogar persönlich in die Küche des Café stehen, um uns Spiegeleier zu brutzeln...??? Gegen acht Uhr geht’s dann aber endgültig in Richtung Wagen um uns in die Heja zu legen, doch leider ist das Stübli masslos überfüllt und wir finden unser Nachtlager in der Kegelbahn vom Rössli... Doch auch dieses Freudeli dauert nicht sehr lange, denn nach zwei Stunden dürfen wir uns schon wieder erheben... Gegen elf Uhr geht’s dann zurück nach Reinach, wo wir im Rinaco etwas Festes zu uns nehmen. Danach ist ein Aufenthalt im Pub angesagt und kaum sind wir dort angekommen, liegen die meisten Waggis nur noch wie tote Fliegen in den Sesseln herum und befinden sich bereits im Land der Träume...

Um vier Uhr herrscht dann allgemeine Aufbruchsstimmung im Pub und Grisu bringt uns nach Oberwil. Dort ist von der Fasnacht jedoch nur noch der Barbetrieb in der Turnhalle übrig geblieben. Dies stört uns aber nicht sonderlich und so geniessen wir es halt im kleineren Rahmen... Doch auch hier ist irgendwann einmal Feierabend angesagt und es geht ab in die überfüllte Heja, sprich in’s Stübli, wo man sich mit einigen wenigen Quadratzentimetern Schlaffläche begnügen muss...

Gegen elf Uhr geht’s dann erneut nach Reinach zurück, wo wir leider schon wieder Abschied von unserem fahrbaren Untersatz nehmen müssen, denn der Wagen wird nun für fast ein Jahr seinen angestammten Platz an der Bodenmattstrasse einnehmen. Im Spaghetticorner stärken wir uns noch ein letztes Mal, oder versuchen es zumindest... Einige melden sich danach ab und werden nicht mehr gesehen....

Für die anderen ist wiederum das Pub angesagt, wo man sich noch etwas erholt, bevor es dann mit dem Trämmli nach Aesch geht. Dort tummeln wir uns auch wieder an der Beizenfasnacht herum, wohnen dem Guggenkonzert bei und geniessen gegen Mitternacht das Platzkonzert der Furzgugge, Rambasse und Schlössli Schränzer mitten auf der Strasse... Was dann mit den einzelnen Waggis noch so passiert, ist leider nicht mehr so genau zu rekonstruieren, ausser dass sich die letzten beiden morgens um vier Uhr aus dem Schlösslikeller und danach aus Aesch verabschiedet haben......
Doch auch diese beiden wissen: Wir kommen wieder, denn auch die nächste Fasnacht steht bereits schon fast vor der Türe......

Nils

Schnitzelbängg Fasnacht 2001

D’Däne wäre liebi Sieche
Wenn si nid so Schyssdrägg mieche
Statt Fäldschloss müen mir Carlsbärg tringge
Mit däm Gsöff chasch Du grad abstingge...
Dr‘ Schorsch dä isch vom Schloss e Fan
Denn är hett das Bier so gärn
Die hän doch eine an dr’Mütze
Mit däre gälbe Carlsbärg-Pfütze!!!

Yych glaub yych muess mir d’Auge ryybe
„Han yych würklich sone Schyybe???“
Yych ka das eifach gar nid glaube
Jetzt wän si mir my Schlössli raube!!!!
Gescht han yych e Absturz gha
Ha immerno e Kappe a
Und uf em WC duet’s so stingge
Das isch vom vyyle Carlsbärg tringge...

D’Däne sin in Aargau koo
Und hän dört Stützli lige loo
Sie nämme uns das Bier ewäg
Und ersetzes durch e sone Drägg...
E Bierli han ich welle bstelle
„Welles hesch Du bstelle welle?“
S’Fäldschloss git’s nüm, s‘isch nid egal
Denn mit em Carlsbärg wird’s fatal...

Im Aargau äne sin si däne
Es isch passiert bi däne äne
Dört sin in Zuekunft nur no Däne
Das ganz „gedäne“ isch zum gähne...
Vor luuter Schock do bin yych platt
Und ich find’s au gar nid glatt
Für d’Läbere isch’s dr‘ gröschti Shit
Wenn’s my Bluetgruppe nimmi git...

Für vyyli isch’s e Stich in’s Härz
Es isch e ganz e tiefe Schmärz
Bim Hopfetee goot’s drunter und drüber
Denn s’Fäldschloss goot zum Carlsbärg über...
In’s Pub no schnäll e Bier go näh
Das wird’s in Zuekunft nimmi gäh
De muesch dis Gäld go zämmeraufe
Statt Bier sottsch Immobilie chaufe...

In Dänemark herrscht Reisefieber
Noch Rhyfälde goot me lieber
Denn jetzt hän si ändlich tscheggt
Wo das Bier am beschte schmeggt...
Schaffe, schaffe, häusle baue
Bringt vyyl mehr als Bierli braue
An Bsoffene verdiensch nid s’grosse Gäld
Immobilie regiere hütte d’Wält...

Schwer wird’s denn, wenn’d bsoffe bisch
Und di hebe muesch am Tisch
Willsch no bschtelle, ach du Scheisse
Hett’s Fäldbärg oder Carlsschloss gheisse..??
Dr’Hampe fyylt sich pudelwohl
Är hett e kräftige im Goal
Ihm isch das ganze scheissegal
Und wäggsled halt zem Cardinal...