Vorwort der Redaktion

Liebe Leser

Da wir trotz intensivstem durchkämmen unseres Postfachs keinen einzigen Leserbeitrag entdecken konnten, lag es also auch diesmal wieder in unseren Händen, die neue Ausgabe des NUGGI zu realisieren...

Doch eigentlich war dies ja auch gar nicht wirklich so schwer, denn es ist wiederum viel los gewesen bei den „NOCHWUCHS WAGGIS“.

Dem etwas missratenen Cliquengrümpeli folgten zwei arbeitsreiche Wagenbautage im Juni, wo auch die langersehnte Lüftung für’s Stübli endlich realisiert werden konnte!!! Mit einer „Sauna-Bar“ am Wööglifescht gings dann weiter und es folgte das inoffizielle Grümpeli in Aegeri, sowie das traditionelle Grosse Fressen in der Reinacher Heide. Mit dem Lottomatch und dem anschliessenden, leider etwas verregneten, Dorffest konnten wir unsere diesjährigen Aktivitäten erfolgreich abschliessen und hätten eigentlich einen gemütlichen Aktivbummel, über welchen leider erst im nächsten NUGGI berichtet werden kann, redlich verdient gehabt, doch es kam alles anders....

Anschliessend wird unsere Energie dann bereits wieder für den Wagenbau benötigt, denn die nächste Fasnacht steht doch auch schon bald wieder vor der Tür, oder zumindest im Hauseingang...

Viel Spass beim lesen wünscht Euch s‘Redaktionsteam

Schläpfli & Nils


Bericht des Präsidenten

Ein halbes Jahr ist seit der ersten Ausgabe des NUGGI vergangen und es hat sich inzwischen einiges ereignet in unserem Verein. Ich möchte Ihnen dies, werte NUGGI-Leser, mit ein paar Worten erläutern.

Angefangen beim Cliquen-Grümpeli in Oberwil, über das Wöögli-Fescht, das Grümpeli in Aegeri, fünftes Grosses Fressen, den Lottomatch und das Dorffest in Reinach, kann ich als Präsident nur sagen, dass es mich sehr gefreut hat, immer wieder neue Mitglieder und Inserenten kennenzulernen. Es ist ja keine Selbstverständlichkeit, Mitglied in einem Verein zu sein, denn bekanntlich gibt es ja sehr viele grosse, kleine, gute oder weniger gute davon. Aus diesem Grund sei hier noch einmal gebührend Dank ausgesprochen, dass Ihr den Weg zu uns gefunden habt und uns somit auch aktiv unterstützt.

Geprägt durch unsere durchwegs positiven Festbilanzen der vergangenen Monate, möchte ich an dieser Stelle auch allen Aktiven sowie den Helfern, welche vor und hinter der Kulisse für uns gearbeitet haben, danken.

Getrübt durch den tragischen Unfall vom 11.September in Hochwald, gibt es auch bei uns Veränderungen, denn wir werden an unserem Fasnachtswagen ein neues Bremssystem anbringen lassen, welches den zukünftigen Vorschriften entsprechen wird. Allerdings wird dies auch seinen Preis haben, doch ich denke, bei der Sicherheit darf nicht gespart werden, denn wir wollen niemanden auf so eine tragische Weise verlieren.

Zum Schluss möchte ich nur noch sagen „ Kopf hoch und Augen geradeaus“, denn wir ziehen mit grossen Schritten dem Jahrtausendwechsel entgegen und diesen werden wir alle auch gebührlich feiern.

In diesem Sinne möchte ich mich bei Euch verabschieden und verbleibe mit bestem Dank für Eure Unterstützung und ......

freundlichem Milleniumgruss Euer Präsi

Grisu

Cliquengrümpeli Oberwil

Bei stahlblauem Himmel und sommerlichen Temperaturen treffen wir uns am Samstag, den 29. Mai gegen Mittag beim Havana Pub, um wiedereinmal eine grosse Tat zu vollbringen, denn es steht das Birsigtaler Cliquengrümpeli auf dem Programm...

Obwohl alle noch etwas müde oder angeschlagen sind, fahren wir nach Oberwil, um den brasilianischen Fussballzauber dorthin zu bringen...

Auch Gadafi hat sich bereits schon zu Wort gemeldet und beteuert, dass er auf keinen Fall spielen wird, da ihn seine Füsse schmerzen. Gross zur Kenntnis genommen haben wir diese Aussage allerdings nicht...

Nach einer minutiös geplanten Vorbereitungszeit, ohne auch nur ein einziges Training zu absolvieren, fühlen wir uns stark genug und taktisch ausgereift, um jeden Gegner aus dem Weg zu räumen, welcher auf uns zu kommen wird. Als wir dann um halb eins in Oberwil ankommen, wirkt der ganze Festplatz noch etwas verschlafen und auch wir suchen uns ein gemütliches Schattenplätzchen, um uns nochmals zu sammeln, zu regenerieren und intensiv auf unsere schwere Aufgabe vorbereiten zu können...

Die ersten Ballkontakte beim Einspielen erinnern mich überhaupt noch nicht an Brasilien, doch wir haben ja noch 20 Minuten bis zum show down...

Wie aus dem Nichts aufgetaucht, meldet sich dann auch Gadafi plötzlich aus dem Tor zurück, obwohl er die ganze Zeit schon beteuert hat, naja, Du weißt ja schon... Logischerweise sind wir alle total verblüfft und bewundern diesen zähen Waggis!!!

Da wir dieses Jahr die schwere Bürde des Titelverteidigers nicht mehr zu tragen haben, sollten wir eigentlich auch viel gelassener aufspielen können als letztes Mal, wo wir ja bekanntlich schon im Viertelfinale ausgeschieden sind...

Doch dies ist ja Geschichte, wenden wir uns wieder der Gegenwart zu...

Um halb zwei Uhr ist es dann endlich soweit. Wir sollten bereit sein für unseren ersten Gegner!!!
Und wir sind es auch. Obwohl wir uns mit den sommerlichen Temperaturen etwas schwer tun, erleben unsere Fans eine wahre NOCHWUCHS WAGGIS-Fussballgala. Wir zaubern gegen die Hoorburgschlurbi wie in alten Tagen, als wir den Pokal nach hause genommen haben und lassen ihnen nicht den Hauch einer Chance !!! Nach Toren von Stickstoff (2), Cello, Schläpfli und Nils werden sie gleich mit 5:0 entzaubert !!! Auch unseren Fans scheint dies zu gefallen, kann man doch schon die ersten Anzeichen einer Welle erkennen...

Nach kurzem, aber intensivem Siegestaumel und einer 40 minütigen Pause im geliebten Schatten, steht dann schon das nächste Spiel gegen die Wurzle Clique auf dem Programm.
Voller Tatendrang und mit einem unbändigen Siegeswillen treten wir unsere zweite Aufgabe an. Leider müssen wir schon bald erkennen, dass diese um einiges schwerer zu lösen sein wird, als im ersten Spiel, denn es handelt sich um eine verdammt zähe Wurzel. Doch nach einem genialen Pass von Nils auf Stickstoff, vollendet dieser völlig cool, lässig und abgeklärt zum 1:0, was dem Sieg gleichkommt, da schon die Schlussminute läuft!!! Nach einem kurzen Verschnaufen melden sich dann schon die Claraschnooge als potentieller Gegner bei uns an. Diese verblüffen uns mit einer ganz fiesen Waffe, denn sie verbarrikadieren ihr Tor kurzerhand mit einer Festbankgarnitur. Doch auch dies nützt ihnen nicht viel gegen die NOCHWUCHS WAGGIS-Angriffswelle, welche andauernd gegen ihr Tor rollt, denn Nils, Stickstoff und nochmals Nils besiegeln ihre Träume mit einem klaren 3:0 Sieg...

Nun befinden wir uns so richtig im Siegesrausch und gehen das nächste Spiel schon fast zu locker und lässig an. Noch können wir es uns erlauben, denn auch die Heuwänder Gugge kann den NWB-Express nicht bremsen und werden durch Tore von Misch und Susi mit 2:0 bezwungen.
Als letztes Gruppenspiel geht’s nun gegen d’Bole, wo unter anderem sehr viel Prestige auf dem Spiel steht, haben sie doch im ersten Jahr (1996) den Final im Penaltyschiessen unverdient gegen uns gewonnen!!!

Eigentlich geht es ja in dieser Partie nur noch um den Gruppensieg, denn für die Achtelfinals sind beide Mannschaften bereits qualifiziert... Doch man merkt schon bald einmal, dass hier mehr auf dem Spiel steht, denn es wird sehr intensiv und bissig gefightet. Auch Gadafi muss dies zur Kenntnis nehmen, denn als er zwei Minuten vor Schluss mit einer todesmutigen Kamikaze-Rolle das 0:0 rettet, kann er nun, mit einem gerissenen Innen- und
einem überdehnten Aussenband, endlich pausieren und seine Füsse schonen... Dies jedoch, ohne auch nur ein einziges Tor erhalten zu haben (Chapeau)!!!

Jetzt muss aber schleunigst ein neuer Goalie her und eigentlich denken wir, mit Chappi eine optimale Wahl getroffen zu haben...

Da beide Cliquen nach dem 0:0 punktgleich an erster Stelle stehen, muss das Penaltyschiessen um den Gruppensieg entscheiden.

Doch auf dieses möchte ich hier eigentlich nicht näher eingehen...

Als Gruppenzweiter spielen wir danach gegen die Haxenwaggis, welche eigentlich nicht stärker einzustufen sind, als unsere bisherigen Opfer. Auch der Beginn der Partie verläuft sehr vielversprechend, denn Nils hat schon bald einmal das Führungstor auf dem Fuss und alles scheint seinen Lauf zu nehmen...

Doch dann. Mit einem raffinierten Konter und dem anschliessenden Weltklassetor liegen wir überraschend und zum ersten Mal mit 0:1 im Rückstand. Mit viel Moral aber wenig Abschlussglück kämpfen wir um den Ausgleich. Leider sind unsere Bemühungen jedoch schon bald einmal vergebens, denn Chappi, welcher eher einen sprungkranken Kartoffelsack doubeln sollte, als in unserem Tor zu stehen, beschert unseren Träumen ein sehr zielstrebiges Ende und wir gehen sang und klanglos mit 0:3 unter....

Tja, das war’s dann wiedereinmal...

Wo man hinschaut, kann man nur ratlose Waggis erkennen, welche ein so frühes Ende nun wirklich nicht erwartet haben... Doch was soll’s, mitmachen und fun haben ist ja eh das wichtigste!!! Und die Aussicht, dass wir uns jetzt schon dem gemütlichen Teil zuwenden können, lässt unsere Mundwinkel auch schon bald wieder in die Höhe schnellen... Chappi sei Dank!!!!

Nach einem Steak vom Grill, geht’s dann so richtig los und wir feiern unseren 16. Rang intensiv bis in die frühen Morgenstunden hinein...

Und wie bei jedem Fest, mützt dann auch der letzte Waggis irgendwann einmal irgendwo; auch wenn es sogar solche geben soll, welche den obligaten Fussmarsch nach Reinach wählen und diesen auch bereits schon zum Kultstatus heraufbeschworen haben...

Doch als Resumé dieses tollen Cliquengrümpeli und für’s nächste Jahr, sollte man eigentlich doch
noch einige Punkte erwähnen:

Chappi sollte grundsätzlich nur ausserhalb des markierten Spielfeldes tätig sein dürfen, Gadafi müsste seinen Einsatz auf den richtigen Zeitpunkt verlegen können und Guess sollte doch endlich einmal merken, dass es auch für ihn nicht verboten ist, ein Tor zu schiessen !!!

Nils



3. Wööglifescht
2. & 3. Juli 1999

Es ist Freitag und das Zelt ist noch nicht da ! Ist es dieses da, oder dieses da...! Nein, nein, es ist die Höllenbar !!!

Unser Barkeeperteam, Mischa und Wille, waren um 18.00 Uhr bereit für die ersten Höllenmenschen, die sich aber zuerst bei den Wanderfreunden verlaufen haben, welche es nun doch noch geschafft haben, ihr Zelt aufzubauen.

Die NOCHWUCHS WAGGIS aber hatten Karte und Kompass dabei und fanden sogleich den Weg in die Höllenbar. Bei dieser Gelegenheit wurde natürlich auch gleich das Barteam kräftig geprüft!!! Die Zeit verging und langsam fanden die Leute doch noch den Weg in unsere „Sauna“. Daraufhin wurden sie von unseren Barmen’s auch gleich mit kühlen Getränken bedient. So steigerte sich die Stimmung allmählich bis zum Siedepunkt, doch es kam nicht zum kochen!!!

Obwohl unsere Gäste wussten, dass ihnen am nächsten Tag ein erneuter Höllenritt bevorstand, gingen sie erst spät in der Nacht nach Hause.

Ca. 14 Stunden später waren die Kühlschränke wieder randvoll und das Barteam bereit für neue Taten. Weil die Bar bereits wieder am kochen war ( im wahrsten Sinne des Wortes !!!), organisierte Cello noch rasch einen Ventilator, welcher jedoch auch nicht viel gegen die Todeswärme auszurichten hatte. Mit neuen Gesichtern hinter dem Tresen, begann am Samstag der zweite Tag des Wöögli-Fescht. Mischa, Ronnie, Cello und Christoph wollten bis spät in die Nacht shaken!
Wegen der grossen Hitze, begann sich unsere Hölle aber nur langsam zu füllen,doch unsere Fans liessen uns nicht im Stich und erschienen in zahlreicher Menge.

Nachdem auch der letzte NOCHWUCHS WAGGIS bei uns eintraf, ging es schon wieder feucht und fröhlich in der Höllenbar zu und her.

Als dann nach diversen Schichtwechseln hinter der Bar, die ersten Getränke zu neige gingen, konnte dies nur heissen, dass es bereits wieder anfing zu dämmern.

Während den Aufräumarbeiten entschloss sich dann Schläpfli auch noch zu einem interessanten Test, wobei er nun wusste, dass Mischas Natel unter Wasser überraschenderweise nicht mehr funktionieren würde und dieser nicht sehr erfreut war, an dieser gewonnenen Erkenntnis...

Doch falls ihr nähere Fakten braucht, so steht Euch Mischa bestimmt gerne zur Verfügung. Auch Nils hatte es am Ende nicht mehr ganz so einfach, musste er doch bis zum Schluss mit sich kämpfen. Seine letzten Spuren wurden dann irgendwo Richtung Ettingen entdeckt....
Tja, und so ging das erfolgreiche 3. Wöögli-Fescht in etwa zu Ende.

Bis zum nächsten Wöögli-Fescht !!!

Cello + Ronnie



5. Grosses Fressen
17. Juli 1999


Alle Jahre wieder, werden die Vorbereitungen getroffen für das „GROSSE FRESSEN“ in der Reinacher Heide !!!!!! Diesmal steht sogar Petrus auf unserer Seite, was Nils sehr beeindruckt und darum spontan seine Haare „Coiffeur Guess“ überlässt.

Da dieser aber viel zu grosse Finger für eine Schere hat und in seinem Zustand eh keine schöne Frisur schneiden kann, weiss er nichts besseres, als zum Fleischkappenrasierer zu greifen. Nils stört dies eigentlich nicht besonders und greift zur Familienflasche Sonnencreme. Nach diesem Ereignis trudeln dann langsam auch die ersten Passivmitglieder bei uns ein, welche sogleich begrüsst und intensiv erfrischt werden....

Traditionell überrascht uns auch Natascha wieder mit einem megasupergeilen Kuchen, wobei wir an dieser Stelle ein Riesenlob und Dankeschön aussprechen wollen.

Obwohl wir eigentlich mit einem riesigen Aufmarsch gerechnet haben, sind wir auch mit den anwesenden 30 Fans zufrieden, müssen aber erkennen, dass wir sehr passive Passive in unserem Verein haben...

Beim Fussballspielen merkt dann auch Chappi endlich, dass er halt doch besser fressen und trinken kann; wir wissen dies ja bereits schon seit dem Cliquengrümpeli, naja lieber spät als nie.....!!!!!

Spezielles Lob geht natürlich auch an Fam. Stähli und Anhang, welche wir jedes Jahr bei unserer Fresserei begrüssen dürfen.

Selbstverständlich darf man auch „Rambo Schläpfli“ nicht vergessen, welcher immer wieder für eine kühle Überraschung besorgt war.

Dieses Fest wurde natürlich auch durch zahlreiche Fotos von Marc, Sacha und Nils festgehalten.
Wir glauben, dass dies ein geiles Fressen war (obwohl es keine Crèmeschnitten gab) und es riesigen Spass gemacht hat. Besten Dank an alle die gekommen sind und dem Organisationteam.
Ausserdem wird auch nächstes Jahr wieder gefressen und zwar zum sechsten Mal; mit oder ohne Petrus....!!!!!

Bis bald und tschau zämä

Stickstoff und Gadafi

 

Cliquengrümpeli Aegeri

9. - 11. Juli 1999

Topmotiviert, durchtrainiert und teilweise noch gezeichnet von den letzten Arbeitsstunden, treffen wir uns im Rest./Bar Havanna in Reinach auf ein Bierchen (bei ein paar wenigen sind es auch mehrere), um uns auf die bevorstehenden drei Tage einzustimmen. Endlich ist es soweit, unser Vereinscar mit Chauffeur Grisu am Steuer fährt vor und es wird mit dem Verladen der zahlreich mitgeführten Gepäckstücke begonnen. Nachdem auch das hinterste und letzte Teil verstaut ist, geht die Fahrt los.

Diese ist dann aber nur von kurzer Dauer, denn bei der Villa Chappi in Aesch wird weiter zugeladen. Diesmal kann sich sogar Chappi zurückhalten mit dem Gepäck und muss nicht gleich sein ganzes Inventar mitnehmen....

Die Fahrt geht nach kurzen organisatorischen Details lautstark weiter in Richtung Aegeri. Auch diesmal muss dann aber wieder ein Zwangsstop auf der Autobahnraststätte eingelegt werden, denn bei einigen Passagieren im Bus droht sich eine grössere Katastrophe anzubahnen, weil das Bier ja auch einmal abgelassen werden sollte...

Endlich in Aegeri angekommen, entdecken wir auch schon Gadafi, welcher den Carparkplatz organisiert hat und uns, mit einer Flasche Bier in der Rechten, in Empfang nimmt. Nun geht es eigentlich nur noch darum, den ultimativen Platz für unserer Zelte zu suchen....

Nachdem auch die Letzten ihren Platz gefunden haben und alle Zelte mehr oder weniger sturmsicher aufgebaut sind, geht es los in Richtung Festzelt, wo sich auch schon eine Gruppe biergedopter NOCHWUCHS WAGGIS aufhält. Geschwächt von der Supermusik, sowie einigen Litern an Flüssigem, geht die erste Nacht im Festzelt dann irgendwann ihrem mehr oder weniger ruhigen Ende entgegen...

Nachdem am Morgen auch der letzte Waggis aus seinem Schlafsack gekrochen ist und sich im Festzelt das Morgenessen reingezogen hat (bei einigen durfte dies nur flüssig sein), geht es darum, sich für die bevorstehenden Matches einzuspielen. Aufgrund Erfahrungen der letzten Jahre, wird dies jedoch nicht so ernst genommen, was sich dann aber bald als grosser Fehler zeigen wird.

Im ersten Match will man nicht so recht daran glauben, denn die Mannschaft gegen welche gespielt werden sollte will nicht gewinnen und es kommt wie es kommen musste. Kurzerhand werden, nach Absprache mit dem Gegner, zwei Harassen Bier organisiert, und unter lautstarken Zurufen von der Tribüne her, bei Spielanpfiff geöffnet und unter Einbezug des Schiedsrichters getrunken. Danach muss aber das Spiel doch noch mit fussballerischen Künsten beendet werden und somit werden die restlichen, noch vollen Flaschen weggestellt und gekickt. Obwohl aber der Gegner partout immer noch nicht gewinnen will schieben unsere Kicker alsdann den Ball trotzdem nur einmal ins gegnerische Goal !!! Doch ein billiges Tor reicht und der erste Match ist gewonnen. Somit können wir den ersten Gewinn einstreichen, doch es sollte auch schon der letzte sein.

Das nächste Spiel endet unentschieden, doch eigentlich sollten wir auch hier gewinnen, denn wir waren die eindeutig bessere Mannschaft.

Danach kommt die Begegnung, bei welchem der Gegner mit zu vielen nichtgemeldeten Spielern auftaucht und schon nach etwa 5 Minuten, unter gütigen Mithilfe von Cello, 4:0 gegen uns führt (wenigstens haben wir dann aber auch noch zwei Tore erzielt)... Dies wiederum bringt unsern Coach so in Verzweiflung , dass er beim Schiedsgericht Protest eingelegt hat.

Auch die letzte Partie endet wiederum remis, sodass wir eigentlich nur einmal verloren haben.
Durch den Protest wissen wir deshalb nach Abschluss der Vorrunde aber nicht, ob wir eventuell doch noch weitergekommen sind und unter Umständen sogar am Sonntag nochmals spielen müssen. Doch auch eine solche Hiobsbotschaft verkraften wir und es geht, nach der obligat eiskalten Dusche, eingeschmiert mit frischen Duftstoffen, weiter in das mittlerweile schon gefüllte Festzelt.
Als auch die Letzten von ihrer Tour im Pub aus Aegeri zurückkommen, geht es weiter in der Festhütte, in welcher sich schon einige nicht
mehr so standhafte NWB‘‘s bewegen (auch Krähen müssen gefüttert werden.....).

Nachdem sich der eine oder andere bereits in die Wigwams zurückgezogen hat, kehrt auch dort ein wenig Ruhe ein, bis Nüssli von seiner nächtlichen Tour zurückkommt, bei einer Zeltschnur sein Übergewicht verliert und somit eine typisch moslemische Gebetshaltung einnimmt.... Dies hat anschliessend zur Folge, dass alle schon schlafenden Zeltbewohner durch sein, nicht sehr schön artikuliertes Wörterbuch geführt werden. Und nach Abschluss dieser lehrreichen Worte denken alle, nun ist es vorbei...

Doch dem sei weit gefehlt...

Jetzt geht‘s erst richtig los, denn Nüssli ohne Brille ist wie ein blindes Huhn auf einer Wiese. Die Ruhe kehrt dann erst wieder ein, als ihm unsanft geweckte Kammeraden helfen, sein Zelt zu finden !!! Doch leider hält auch dies nicht sehr lange an, denn auch die stärksten Bierblasen halten nicht bis ins Morgengrauen aus, ohne entleert zu werden. Schlaftrunken krabbelt der eine oder andere zum Zelt hinaus um sich am nahen Graben seiner Not zu entledigen, was sich aber bald als Kampf, unter Einwirkung der höheren Gewalt, herausstellt, denn auch unter grösster Anstrengung ist es unvermeidbar in dem schon feuchten Gras ruhig stehen zu bleiben. Und somit ist dann auch ein Tauchkurs im Bach mit von der Partie (Grisu).

Doch endlich ist es Morgen und es geht ab zum Morgenessen, wo uns auch mitgeteilt wird, dass wir am Sonntag nicht mehr spielen müssen.. Mit einer riesigen Erleichterung über diese Mitteilung, wird noch gemütlich weitergefestet und später die Zelte abgeräumt.

Alles im Car verstaut setzen wir uns dann in Bewegung Richtung Heimat (dies ist nun einer der ruhigsten Momente überhaupt). Dort angekommen heisst es den Car reinigen und zurückbringen.
Nach einer anschliessenden Abschiedszeremonie teilen wir uns, worauf die einen sich zurückziehen und die anderen ihre erlebten Strapazen ertränken müssen.
„ Goal „ ....

Grisu

 

3. LOTTOMATCH


An einem Sonntagmorgen, genauer gesagt am 12. September, verirrten sich um 10.00 Uhr einige müde aussehende Nochwuchs Waggis im Rest. Waage, um auch dieses Jahr den Lottomatch mit tollen Preisen, wie zum Beispiel einem grossen Fernseher, Kaffeemaschinen, Fondueset oder Toastern zu starten. Unser OK-Chef Guess hatte die Lage voll und ganz im Griff.

Auch unsere anfänglichen Ängste, dass bei diesem schönen und heissen Wetter nicht viele Leute kommen werden, konnten wir gegen 14.00 Uhr begraben, denn unsere treuen Genossen kamen in Scharen um mit uns Lotto zu spielen. Bei einem vollen Säli, Restaurant plus Gartenbeiz hatten die Kartenverkäufer alle Hände und Beine voll zu tun.

Auch Grisu, unser einarmiger Bandit, hatte zusammen mit Peach rege Arbeit beim Zusammen-zustellen der Preise. Danke Peach !!!!!!!!!!!

Unser verlorener Furzguggensohn Andi „Turnheer“ Küng war auch wieder dabei und bearbeitete das Mikro wie immer super. Merci Andi !!!!!!!!!!!!!!

Da die Zahlen nur so runterprasselten, begann auch schon bald einmal Guess‘s Kugelschreiber zu rauchen. Als dann unsere erfolgreichen Sportler zurückkamen, lief alles wie am Schnürchen. In der Zwischenzeit war auch die Stimmung nahe am Siedepunkt und man konnte unter anderem einige Lottogrössen der Region Nordwestschweiz ausmachen. Aus diesem Grund sahen wir uns gezwungen, einige aufgestellte Lottoregeln auszulassen. Runde um Runde wurde von unserem Speaker eingeläutet und souverän zu Ende geführt. Unser tolles Publikum spielte wie im Rausch, sodass auch die Abdeckplättchen fast schon zu schmelzen begannen.

Doch dann war da auch schon die grosse Pause, welche unsere Players nutzten um sich für die folgenden Strapazen zu stärken.

Bei einem gutem Essen im Wöögli liess es sich auch noch locker nebenbei über die neusten und raffiniertesten Lottotechniken fachzusimpeln.

Nach dem Break ging es dann frisch gestärkt und guten Mutes der erneuten Zahlenflut entgegen. Susi feierte seine erfolgreiche Premiere hinter dem Mikro, vergass aber leider manchmal das Schütteln der Nümmerli. Trotzdem wurde fleissig weitergespielt und die Preise schwanden nur so dahin.

Erwartungsvoll kam dann endlich die WAGGIS-TOUR, bei welcher um den Fernseher gespielt wurde. Und die Menge kam in einen regelrechten Kaufrausch, denn jeder versuchte den Hauptpreis einzusacken. Als die Kartenverkäufer dann endlich ihren Stress hinter sich hatten, wurde auch schon nach der ersten Zahl gefahndet. Nümmerli um Nümmerli wurde gezogen, doch das Lotto liess auf sich warten, denn es musste ja eine ganze Karte gefüllt sein.

Als sich Susi mit der Zahl 99 übernahm, gab es dann aber doch wieder einmal ein Lebenszeichen aus der konzentrierten Meute.

Doch plötzlich schrie jemand ein „LOTTO“ in die Menge und siehe da, Petra konnte den Fernseher mit nach Hause nehmen.

Doch die Spannung war noch nicht weg, denn es waren ja noch die restlichen Preise zu gewinnen. Trotzdem war dann aber irgendwann die letzte Runde an der Reihe, welche bis zum letzten Schraubenzieherset hart umkämpft war.

Und so ging auch der diesjährige Lottomatch erfolgreich zu Ende, doch wir freuen uns schon auf nächstes Jahr, wenn es wieder heisst: Lotto !!!.

Natürlich wollen wir uns bei unseren tollen Lottospielern, allen Helfern und dem Wöögli-Team, welches trotz Verletzungspech ihres besten Stürmers gut gespielt hat, ganz herzlich bedanken....

Bis bald

Susi, Misch und Gadafi

 

IGOR-Dorffest
24.-26. September 1999


Nachdem auch die letzten Vorbereitungen für das Dorffest in Reinach unter Dach und Fach sind, kann es eigentlich losgehen und da der Sloagan des OK’s eh „mir feschte“ heisst, sind wir bereit für den grossen Ansturm der Masse. Auch das Wetter sieht bis jetzt noch sehr vielversprechend aus, doch dies sollte sich schon bald einmal ändern...

Um sechs Uhr ist das Fest dann offiziell eröffnet und wir haben schon den ersten Stress zu verzeichnen. Doch dies nicht wegen den vielen anwesenden Gästen (welche wir bis jetzt noch suchen müssen), sondern wegen dem Bierhahn, welcher nichts anderes als Schaum produziert!!
Wenigstens können wir uns mit Fläschli aushelfen und das Zelt ist vorläufig eh noch nicht sehr voll, doch auch dies sollte dann nicht so bleiben...

Auch unsere Sombreroboys, welche fast dauernd im Aussendienst unterwegs sind, um den mit Schämpis verdünnten Tequilla an den Mann zu bringen, kommen arg in’s schwitzen und müssen sich deshalb dauernd in den einzelnen Bar’s stärken.... Gegen neun Uhr beginnt sich auch bei uns langsam die Hütte zu füllen und dank „DJ Hausi“, welcher seinen Job wiederum hervorragend erledigt, geht die Post so richtig ab...

Die Zeit rast wie im Flug vorbei und während die meisten Stände und Beizen bereits dicht gemacht haben, ist bei uns immer noch die Hölle los!!! Gegen sechs Uhr morgens ziehen dann auch die letzten Gäste von dannen und endlich können auch wir uns eine Mütze Schlaf gönnen, obwohl diese bei einigen relativ kurz ausfallen wird, denn um zehn Uhr beginnt bereits schon die Frühschicht...

Kurz mal in die Horizontale gelegt und mit den Augen geblinzelt, meldet sich auch schon wieder der Wecker zu Wort. In solchen Momenten muss ich jedesmal an die Morgenstund und das Gold im Mund denken, doch lassen wir dies...

Um zehn Uhr ist unsere Festhütte wieder auf Vordermann gebracht und die Gäste können erscheinen. Doch leider bleiben sie aus und auch am Nachmittag ist nicht gerade der Bär los bei uns im Zelt(könnte dies eventuell an „DJ El Stickstoff“ liegen ???). Doch am Abend sollte es dann wieder losgehen, wäre nur dieser Monsunregen nicht, welcher sich mittlerweile über der ganzen Region breit gemacht hat und dadurch auch viele Gäste vom Fest fernhalten wird.

Gegen zehn Uhr folgt dann ein Höhepunkt des Abends, denn d’Furzgugge stattet uns einen Besuch ab und lässt unsere Vorfreude auf die Fasnacht rasant in die Höhe schnellen!!! Gestärkt durch einen NWB-Rosé spielen sie dann vor unserer Haustüre noch ein Ständeli, bis es dann wieder in ihr eigenes Zelt geht. Bei uns ist unterdessen auch munter etwas los und Tanja’s Wet-shirt Contest mit Vodka-Redbull, ist auch nicht zu verachten... Leider muss dann „DJ Hausi“ pünktlich um zwei Uhr seinen Betrieb aber einstellen, was jedoch viele Gäste überhaupt nicht daran hindert, trotzdem bis um fünf Uhr morgens bei uns zu verweilen...

Um 10 Uhr ist es dann wiederum soweit, die letzten acht Stunden liegen vor uns, doch auch heute herrscht eine sehr gähnende Leere im Zelt und man kann höchstens einige Alkoholleichen entdecken.... Dies sollte sich jedoch bald ändern, denn Cello und Gadafi haben die grandiose Idee, einen TV für das Formel 1–Rennen zu organisieren. Unter gütiger Mithilfe von Paul Jordi, welcher uns noch einen passenden Stecker besorgt hat (besten Dank), können wir den Ton sogar über Hausis Anlage laufen lassen und somit zusätzliche Gäste gewinnen... Als das Rennen dann vorbei ist, geht es auch schon langsam dem Ende des Festes entgegen und es herrscht eine gemütliche Kehrausstimmung mit „DJ El Stickstoff“...

Gegen sieben Uhr hat er dann auch den letzten Gast aus unserem Zelt vertrieben und nach einer kurzen Aufräumzeit ist auch dieses Fest schon wieder Geschichte.

Mit einem anschliessenden Essen im Wöögli, einem Abstecher in’s New York oder dem zielstrebigen Abgang nach hause trennen sich unsere Wege so langsam, denn eigentlich steht ja schon wieder der Montag vor der Türe!!!

Ausserdem möchte ich mich an dieser Stelle bei allen freiwilligen Helfern bedanken, welche uns bei diesem Anlass tatkräftig unterstützt haben!!!

Bis zum nächsten Fest.....

Nils