Vorwort der Redaktion

Liebe Leser

Sieben Jahre sind mittlerweile in’s Land gezogen, seit sich einige Fasnachtswütige dazu entschlossen haben, unter dem Namen „NOCHWUCHS WAGGIS BIRSEGG“, aktiv in’s regionale Fasnachtstreiben einzugreifen...

Seit diesem Moment ist eine ganze Menge Wasser die Birs hinunter geplätschert und auch in unserer Clique ist einiges geschehen. Können wir doch auf die Umwandlung der Clique in einen Verein (29.6.94), den Kauf eines eigenen Tiefladers im selben Jahr, eine zweijährige Beherbergung eines eigenen Vortrabes (96-97) und viele tolle Fasnachten zurückblicken, um nur einige Punkte zu nennen...

Endlich ist es uns nun auch gelungen, ein eigenes Vereinsheft präsentieren zu können, denn mit mittlerweile 200 Mitgliedern zählt unser Verein zu den grössten in Reinach.
DR NUGGI soll Dich, liebes Mitglied, etwas besser als bisher über unsere Aktivitäten informieren und natürlich auch ein kleines bisschen unterhalten...

Selbstverständlich haben wir auch für Verbesserungsvorschläge, Anregungen, oder einen Bericht von Dir, immer ein offenes Ohr und wären sehr dankbar...

Zweimal im Jahr wird DR NUGGI überigens in Deinem Briefkasten aufkreuzen, um Dein Herz zu erfreuen....

Zum Schluss möchten wir uns bei all unseren Inserenten, Läppligönnern, Gönnern, Passiven und freiwilligen Helfern bedanken, welche uns seit Jahren tatkräftig unterstützen !!!!!

Herzlichen Dank !!!!!!!
Das Redaktionsteam

Schläpfli & Nils


Bericht des Präsidenten

Als Präsident der Wagenclique möchte ich Ihnen kurz etwas über die Entstehung, Ziel und Zweck des Vereins „NOCHWUCHS WAGGIS BIRSEGG„ erzählen.

Als im Jahre 1992 die Wagenclique gegründet wurde, waren es 6 aktive Männer, welche einfach einmal Fasnacht mit einem Wagen machen wollten. Von diesen, ist bis zum heutigen Zeitpunkt, noch ein Waggis übriggeblieben.

Der Name unserer Clique wurde erst in einer späteren Phase, als die Vereinsgründung stattfand, zum definitiven Logo. Zum Namen „NOCHWUCHS WAGGIS BIRSEGG„ kam es, weil damals alle Aktiven noch junge und frische Fasnächtler waren. Diese wollten etwas sinnvolles auf die Beine stellen und der älteren Fasnachtsgeneration zeigen, daß auch die Jungen etwas drauf haben.

Nach diversen Veränderungen im ganzen Verein, haben wir heute einen Bestand von 10 Aktiven, sowie rund 200 Läppligönnern, Gönnern und Passiven. Unser fasnächtliches Treiben wird auf die Region beschränkt, wobei aber die Reinacher Fasnacht im Vordergrund steht. Um die Geselligkeit aufrecht zu erhalten, veranstalten wir das ganze Jahr hindurch, diverse größere und kleinere Feste, wo alle recht herzlich willkommen sind.

Aufgrund der großen Nachfrage, haben wir uns dazu entschlossen ein Vereinsheft „DR NUGGI„ zu kreieren, in welchem wir unsere Jahresaktivitäten, Infos und diverse Berichte veröffentlichen werden.

Selbstverständlich können wir dies nicht ohne Unterstützung unserer Inserenten machen, weshalb ich mich an dieser Stelle nochmals recht herzlich bei Ihnen bedanken möchte...

Mit freundlichen Grüßen
Der Präsident

Christian Moser


Fasnacht 99
11.-17. Februar 1999
SUJET:„MIR PFYFFE UF DAS KAFF“

Auch dieses Jahr dauerten die Vorbereitungen für die Fasnacht wiederum sehr, sehr lange, wurde doch der Baubeginn unseres Wagens auf anfangs Oktober 98 angesetzt. Da unser Stübli (Container) äusserlich verbreitert, der gesamte Boden umgebaut wurde und viele Runden „Sauerei“ gespielt werden mussten, dauerte es bis in den tiefsten Dezember hinein, ehe der erste Pinselstrich angesetzt wurde.

Doch dieser Moment verursachte bei uns Waggis sogleich einen unheimlichen Schub Fasnachtsfieber und so langsam konnten wir es kaum mehr erwarten, obwohl uns die Zeit ein bisschen davonzulaufen schien... Mit einigen Sonderschichten, bei bissigster Kälte und viel Schnee anfangs Februar, wurde aber auch dieses Problem gelöst.

Und dann plötzlich stand sie vor der Tür, die Fasnacht !!!

Am „schmutzigen Donnschtig“ war endlich unser erster Termin in Dornach. Da vier Waggis am Freitag arbeiten mussten, ging es nur mit einem dezimierten Aufgebot dorthin, was wir alle sehr bedauerten...

Trotzdem verbrachten wir einen lustigen Abend, mit vielen bekannten Gesichtern und es war etwa gegen sechs Uhr morgens, bis auch der letzte Waggis zuhause beim mützen lag...

Nach dem üblichen Megastress am Freitag, wo einige Waggis etwas später als um 10 Uhr zum Wagen stiessen, konnte dieser trotzdem bis um 19.45 Uhr noch fertiggestellt werden, sodass unsere Einweihung pünktlich um 20 Uhr beginnen konnte...

Etwa eine Viertelstunde später traf dann auch schon die Furzgugge bei uns ein und die Fasnacht war endlich lanciert !!! Sogar unser Präsi konnte sich diesmal bei seiner Ansprache auf das Nötigste dezimieren, sodass noch genügend Zeit vorhanden war, um unseren wohl schönsten Wagen, den wir je präsentieren konnten, so richtig zu feiern. Leider war es etwas sehr kalt, weswegen sich einige Gäste bald schon nach einer wärmeren Unterkunft umsahen und unser Fest verliessen. Nachdem auch d’Graffitti Spukker und die Birs Pfupfer Aesch bei uns losschränzten, war gegen Mitternacht Sendepause und man schob weiter an den Ryfa-obe, wo der Abend in einer gemütlichen Atmosphäre sein jähes Ende fand...

Am Samstag um 10 Uhr waren dann wiederum (fast) alle Waggis beim Wagen anzutreffen, um diesen in’s rechte Licht zu rücken und mit Unmengen Material zu beladen... Nach einem feinen Mittagessen im Wöögli und viel, viel Sonnenschein, waren wir gestärkt und bereit für’s „Ystoh“. Langsam stieg die Nervosität in’s Unermessliche und da es so bitterkalt war, verzogen sich immer mehr Waggis in’s geheizte Cliquenstübli, um sich noch ein bisschen aufzuwärmen... Gegen 14.15 Uhr hiess es dann endlich „Larve auf“ und nach einem gemeinsamen „Zämmeha“ flogen bald auch schon die ersten Räppli durch die Gegend... Als dann bald schon die erste Runde vorbei war, sehnte sich jeder Waggis nach einem kühlen Blonden, denn trotz den eisigen Temperaturen, floss der Schweiss in Strömen.

Kurz darauf rollte unser Kunstwerk weiter, um den zweiten Rundgang in Angriff zu nehmen, bei welchem wir bestimmt bei einigen Zuschauern einen bleibenden Eindruck hinterlassen haben...
Nach der Wagenausstellung ging’s dann, beladen mit zwei Räpplisäcken, zur Fam. Honegger an der Hauptstrasse 44, um das Fasnachtstreiben aus der Höhe zu geniessen. Dummerweise musste sich anschliessend der erste Waggis abmelden, denn Cello lag während den folgenden Tagen mit Fieber im Bett. Trotzdem ging es weiter, denn nach dem Nachtessen und einem kurzen Aufenthalt beim Wagen, stand das „Guggekonzärt“ auf dem Programm. Gut bestückt mit vielen Räppli, unterstützten wir die Furzgugge bei ihrem, wie immer, tollen Auftritt.

Danach war „Baizefasnacht in Rynach“ angesagt, welche von den Nochwuchs Waggis allerdings nicht so rege besucht wurde, da es in unserem Stübli doch sooooo warm und gemütlich war, und die Kälte in Reinach gar nicht reizte !!!

Am Sonntag um 10 Uhr (oder etwas später), trudelten dann auch die letzten Waggis wieder beim Wagen ein, welche nicht im Stübli übernachtet haben und nach einem kurzen, aber sehr intensiven Aufmunitionieren düsten wir los Richtung Allschwil, wo um 14 Uhr unser nächster Cortège auf dem Programm stand. Da wir nach dem Umzug in Reinach noch so viele Räppli an Bord hatten, hiess die Devise:“use mit däm Züg“!!! Etwas übermotiviert haben wir dies dann auch zu herzen genommen, sodass wir in der Pause nach etwa 1 ½ Runden praktisch ausgeschossen waren und das letzte Material noch für’s Comité aufsparen mussten. Trotzdem haben wir diese Panne locker überbrückt und uns nichts anmerken lassen...

Nach einem kurzen Small-talk mit vielen bekannten und fremden Gesichtern, im und um’s Stübli herum, bezogen wir unseren Stammplatz vor dem Rössli. Anschliessendwar Nachtessen und „Guggekonzärt“ angesagt. Dummerweise dauerte das Nachtessen etwas lange, sodass für’s Konzert kaum noch Zeit vorhanden war und deshalb boykotiert wurde. Aus diesem Grund verzogen wir uns erst einmal in unserem Stübli, wo schon bald wieder die ersten Fans vorbeischauten. Diese Gelegenheit nutzte Steve zielstrebig, um seinen gewohnten Platz unter der Sitzbank zu beziehen und nicht wieder zu erscheinen... Kurz darauf mussten wir uns dann auch noch von Mischa verabschieden, welcher uns aus beruflichen Gründen verlassen musste. Da nun viele „wahre Waggis“ aus dem letzten Jahr gefehlt haben, oder abgeworben wurden (gäll Andi !!!), war Zangief noch der einzige Nochwuchs Waggis, der in den Allschwiler Bars ab drei Uhr morgens gesichtet wurde...

Als man gegen zehn Uhr morgens die ersten Lebenszeichen aus unserem Stübli wahrnehmen konnte, waren wir nur noch sieben, denn Gadafi war unauffindbar!!!
Mit viel Getösse und elend viel Platz auf unserem Wagen, rauschten wir dann wieder Richtung Reinach, diesmal jedoch nicht über Oberwil, (wie in den letzten Jahren) da unser Gefährt vermutlich zu hoch gewesen wäre für die Brücke auf dem Chäppeli. Dort angekommen bezogen wir unser Quartier beim Rinaco auf der Terrasse und genossen bei viel Kaffi-Lutz die warmen Sonnenstrahlen...

Irgendwann tauchte dann auch Gadafi plötzlich wieder auf, was einen allgemeinen Beifallssturm ausgelöst hat. Nach einem kurzen Abstecher im Shakespeare-Pub ging es dann nach Aesch an die „Baizefasnacht“. Im Nelson-Pub wurde dann Andi vorgefunden, welcher von seinen Furzguggen im Stich gelassen wurde und in eine tiefe Depression zu versinken drohte... Aber zum Glück waren ja nun die Nochwuchs Waggis da, welche sehr sozial veranlagt sind und sich immer wieder gerne Zeit für solch Fälle nehmen !!!! Und nach ein paar aufmunternden Worten war dann auch schon bald wieder ein breites Lächeln auf seinem Gesicht erkennbar.Danach wechselten wir in’s Festzelt, wo die Post so richtig abging, da es von vielen Guggen besucht wurde. Nach vielen Beizenwechseln konnte man immer weniger Waggis wahrnehmen und am Dienstagmorgen war dann nur noch Cedi, Schläpfli, Zangief und Nils übriggeblieben...

Nun war der wohl betrüblichste Moment der Fasnacht nicht mehr weit, denn gegen 11.00 Uhr brausten wir nach Reinach zurück, um unseren Wagen einzustellen. Mit einem nicht mehr für möglich gehaltenen Kraftakt wurde der Traktor von seinem Gerüst befreit und unser Kunstwerk für die Fasnacht 2000 bereitgestellt !!

Nach einem Fussmarsch in’s Wöögli, einem energiereichen Essen, etwas Kaffi-Lutz, einem eindrücklichen Aufenthalt im Pub und dem französischen Abgang von Cedi, ging es dann kastriert (ohne Wagen; Anmerkung der Red.) zurück nach Aesch, wo nochmals ein Guggekonzärt mit der Furzgugge stattfand. Auch die letzten Fasnachtseindrücke wurden nochmals so richtig genossen, obwohl nur noch Schläpfli, Zangief und Nils mit von der Partie waren...

Gegen fünf Uhr morgens hiess es dann jedoch auch für diese drei Waggis: Abschied nehmen für ein Jahr.

Und bis dahin sollten auch die Batterien eines jeden Nochwuchs Waggis wieder aufgeladen sein...
Zangief & Nils


1. AKTIVBUMMEL
3. und 4. Oktober 1998

Wir schreiben Samstag, den 3. Oktober 1998 gegen neun Uhr in der Früh... Etliche Nochwuchs Waggis besammeln sich, mehr oder weniger munter, in der Schalterhalle des Basler Bahnhofs. Die Stimmung ist sehr euphorisch, steht doch unser erster Aktivbummel kurz vor seinem Aufbruch. Nach einem raschen Abstecher in’s Bahnhofbuffet, geht es dann, gestärkt durch viel Kaffee, um zehn Uhr endlich los.

Noch wissen wir nicht, dass wir auf unserer Fahrt in’s Blaue unser blaues Wunder erleben sollten...
Da der Kluge mit dem Zuge reist, besteigen natürlich auch wir dieses Transportmittel, welches in Thun fast genau so sauber verlassen wird, wie es in Basel vorgefunden wurde ...

Nach einem halbminütigen Fussmarsch im strömenden Regen, finden wir uns auf dem Schiff Richtung Interlaken wieder und bewundern die vielen Thunfische im Wasser !!! Obwohl das Mittagessen, welches wir während unserer Fahrt auf dem See geniessen, vorzüglich schmeckt, wirft es Gadi unverzüglich wieder über die Reeling, was viele von uns nicht ganz begreifen können, hat er doch bis jetzt erst ein Bier getrunken !!!

Endlich in Interlaken angekommen und zum Bahnhof spaziert, ist nun etwas Zeit vorhanden, um letzte Tenuekorrekturen vorzunehmen. Bei dieser Gelegenheit entschliesst sich sogar Ronnie noch dazu, den Schlafsack auf seinen Rucksack zu binden und nicht, wie ursprünglich vorgesehen, als Handgepäck im eleganten „Märthof-sagg“ mitzutragen... Steve hingegen nutzt diesen Moment für eine wissenschaftliche Studie, weiss er doch jetzt, dass eine Bahnhofstreppe viel, viel stärker und härter ist als sein Allerwertester...

Mit dem Zug geht es dann weiter nach Grindelwald, wo um halb vier Uhr, unser Märtyrium langsam seinem Lauf nimmt...

Aufmunitioniert mit einigen Bierchen und bester Laune, wandern wir ganz unbeschwert unserem Ziel entgegen, welches rund 2 ½ Stunden vor uns liegt... Die dummen Sprüche, die anfangs nur so um unsere Ohren pfeifen, verstummen je länger unser Trip dauert, denn die Luft wird nun für den Aufstieg benötigt. Langsam aber sicher legt sich auch eine ungewohnt aggressive Stimmung in die verbale Ausdrucksweise einzelner Waggis (sofern sie noch überschüssige Luft in ihrer Lunge finden) ; dies wird nun aber hier nicht näher erläutert...

Endlich !!! Die erste Pause nach 45 Minuten. Überall hängen erschöpfte Waggis in der Gegend herum und versuchen, die letzten Energiereserven zu sammeln. Nach einem kurzen,
aber anstrengenden Small talk mit der Bauernoma und einem erneuten wissenschaftlichen Versuch, diesmal von Gadi, ist auch dieses Vergnügen vorbei und der Berg ruft schon wieder (ich glaube zwar eher, es ist Mischa).

Längst ist dieser Kampf gegen Regen, Nebel, Kälte und tödliche Steigungen zum Höllenmarsch erklärt worden, wo sich mittlerweile jeder Waggis seinem Schicksal bedingungslos hingegeben hat. Weder hinterhältige Militärangriffe, noch furzende Kühe können uns jetzt aufhalten !!!
Der Gedanke an die heisse Dusche, das kühle Bier oder ein-fach das Ausziehen der Schuhe, lässt Energien freiwerden die niemand erahnt hätte...

Und so kämpfen wir uns in kleinen Grüppchen unserem virtuellen Ziel entgegen. Mittlerweile ist auch das Finden der Route absolut kein Problem mehr, wurde doch bis anhin bei jeder Wegkreuzung die steilste Variante gewählt !!! Da, endlich !!!! Nach 150 minütigen ???-qualen und 900 Höhenmetern in den Beinen, können wir, durch dichte Nebelschwaden hindurch, unser Ziel erahnen. Ächz, stöhn !!! Die letzten Meter noch....

Wir wischen uns den Schweiss aus den Augen und können es kaum glauben: wir sind auf der Grossen Scheidegg gelandet !!!

Nach mehr, oder weniger langen Duschritualen jedes einzelnen Waggis, ist dann endlich Zeit für das Nachtessen, welches wiederum vorzüglich schmeckt. Mit einem lustigen Hosen-abe-Jass, einer echten Thürnianerin, dem ersten Schnee und viel, viel Bätzi lassen wir diesen anstrengenden, aber tollen Tag ausklingen...

Nach einem endlosen Schnarchkonzert, wandeln wir am Sonntag gegen neun Uhr zum Morgenessen. Erstaunlicherweise verspüren die meisten Waggis einen unbändigen Tatendrang, so dass es statt um zehn Uhr, schon eine Viertelstunde früher losgeht.

Die Stimmung ist trotzdem etwas verhalten und gedämpft, weiss man schliesslich nicht so genau, was Mischa heute wieder alles vor hat mit uns... Doch dann gibt’s Entwarnung, unser Weg führt zu Tal und alles plaudert wieder frisch und fröhlich darauflos; bis zu diesem verhängnisvollen Wegweiser, welcher dort in der Gegend herumsteht und in Richtung First zeigt...

Genauso wie gestern, führt unser Weg nun wieder in die Höhe und man kann ganz deutlich hören, wie sehr alle diese gewählte Route lieben !!! Wenigstens dauert aber dieser Aufstieg, bei welchem wir uns auch noch durch den Schnee kämpfen müssen, „nur“ etwa dreissig Minuten, sodass uns das Ganze eigentlich nicht einmal mehr ein müdes Lächeln kostet...

Gestärkt, durch einen kurzen Verpflegungshalt im Restaurant auf der First, geht es nun endlich und sehr zielstrebig auf den lange herbeigesehnten Abstieg aus einer Höhe von 2168 m !!! Und dies gleich ziemlich deutlich; finden wir uns doch schon bald in der steilen Todeswand zu First wieder. Nachdem alle Waggis dieses Hindernis schadlos überstehen, folgt ein kurzes Flachstück, bevor wir uns auf dem „Weg der tausend Kurven in die Tiefe“ begeben... Wie ein Tatzelwurm schlängeln wir uns ins Tal hinunter und erreichen, nach elend vielen Richtungswechseln und wackligen Beinen, das Restaurant Bort auf 1500 m ü M. Endlich ein Bier !!! Mit diesen Worten wird unser Mittagessen eingeläutet, bei welchem nochmals kräftig über die Erlebnisse unseres Abstiegs diskutiert wird und mit einem allgemeinen Bätzi sein gelungenes Ende findet.

Obwohl wir eigentlich alle bis nach Grindelwald wandern wollen, werden wir von Mischa dazu genötigt, das Seilbähnli zu nehmen (was wir ihm wohl nie verzeihen können !!!)...
Unten angekommen, geht es sehr zielstrebig in die nächste Beiz, denn es dauert noch eine Weile bis unser Zug nach Basel losdüst...

Als wir diesen dann besteigen, senkt sich der Lärmpegel bald schon einmal rapide, sind doch die Strapazen dieser beiden Tage, an keinem Waggis spurlos vorbeigegangen... In Basel angekommen, gibt es nur noch ein kurzes Verabschieden, dann gehen alle nach hause und freuen sich schon wieder auf's nächste Jahr...

Trotz allen Höllenqualen, welche wir in diesen beiden Tagen ertragen mussten, möchte ich mich, im Namen aller Aktiven, ganz herzlich bei Mischa und Gadi bedanken, welche unseren ersten Aktivbummel organisiert haben...

Ein dreifaches BÄTZI !!!
Nils


2. LOTTOMATCH
Samstag,26.September 1998


Viele Stunden und Tage waren mit den Vorbereitungen verstrichen, bis man im Restaurant Waage zu Reinach das erste Mal ein „Lotto im Sääli“ wahrnehmen konnte.

Obwohl wir sehr gut von unseren Erfahrungen und den Unterlagen aus dem letzten Jahr profitieren konnten, ist der Aufwand jedesmal sehr gross, um einen solchen Anlass zu organisieren. Ausserdem waren unsere Erwartungen sehr hoch, konnten wir doch den letztjährigen Lottomatch als einen absoluten Erfolg verbuchen. Und dann war der Tag endlich gekommen...

Damit in Ruhe und ohne Hektik die letzten Vorbereitungen erledigt werden konnten, trafen wir uns morgens um zehn Uhr im „Wöögli“... Gestärkt durch ein feines Essen kamen wir zügig voran und waren bald bereit.

Als auch das letzte Nümmerli im Sack verschwunden war, wurde noch einmal kräftig durchgeschüttelt und dann ging’s pünktlich um 15 Uhr los...

Zu Beginn waren noch nicht so viele Lottospieler anwesend, was wohl auch daran lag, dass viele Leute den Samstagnachmittag mit „lädele“ verbringen und nicht beim Gambling. Doch dadurch liessen wir uns nicht aus der Ruhe bringen und spielten Runde um Runde...

Auch unser Mann am Mikro, „Specialguest Mr. Andi Küng“, kam immer mehr in Fahrt mit seinem Geplauder, was dazu führte, dass sich der Saal immer mehr füllte, bis er fast aus den Nähten zu Platzen drohte...

Leider wurde die Verpflegungspause um etwa 20.00 Uhr, etwas spät angesetzt, was einige Lottospieler dazu bewogen hat, aufzubrechen. Trotzdem ging’s nach einem kurzen break, dann bald schon weiter...

Als die folgenden Runden so munter dahinstrichen, wurde die Spannung unter den einzelnen Spieler immer grösser, denn der Hauptpreis rückte näher und näher...
Und dann war es endlich soweit, mit Fr. 3.- pro Karte war man mit von der Partie.
Jetzt stieg die Spannung in’s unermässliche, denn die Karte musste ja bis zur letzten Nummer voll sein !!!

Da endlich !!! Nach einer nicht mehr enden wollenden Nümmerlischlacht, hörte man ein „Lotto !!!“ durch’s Wöögli peitschen...

Seltsamerweise war dies die Stimme von Yvonne Felder....

Trotzdem können wir auch dieses Jahr wieder auf einen gelungenen Lottomatch zurückblicken und freuen uns schon wieder, wenn es heisst:

„Lotto im Sääli“....

Nils

Silvesterparty 98/99

Auch dieses Jahr Veranstalteten wir wieder eine Silvesterparty. Leider sollte dies auch die Vorläufig letzte sein, da wir uns zum Ziel genommen haben die nächsten Partys gemeinsam miteinander zu Feiern. Der Arbeitsaufwand welcher betrieben wird möchten wir somit auf ein Minimum Reduzieren. Nichts desto Trotz berichten wir über die mit Erfolg abgeschlossene
Silvesterparty. ( Es war die Beste, Schönste und Lustigste)

Nach langem hin und her haben wir uns entschlossen diese in unserem Stammlokal Rest. Waage durchzuführen. Nochmals herzlichen Dank an das Wirteehepaar Richi und Yvonne Felder, nicht zu vergessen auch ein Dank an das Servicepersonal. Nach einem Nachmittag voller Hektik und Streß konnte die langersehnte Party beginnen, welche durch unseren DJ „ Hausi „ musikalisch umrahmt wurde. Das ganze begann mit einem festlichen Abendschmaus ( Fondue Chinoise à discrètion) welches zahlreich genossen wurde. Den absoluten Höhepunkt erreichten wir dank unseren Animateuren und konnten somit die Stimmung über Mitternacht bis weit in die frühen Morgenstunden aufrecht erhalten.

Nicht zu vergessen sei auch die Bar mit unserem tollen Barteam, welches gezeigt hat das man nicht nur Getränke konsumieren kann. Sondern man es auch gemütlich haben konnte ( Schmusseecken waren sehr begehrt) Gäll Nils und Christian.

Leider gingen auch diese schönen Stunden zu Ende und wir können uns nur noch an die unvergeßlichen Augenblicke zurückerinnern. Damit wären wir am Ende unseres Berichtes und möchten hier nochmals allen Anwesenden Gästen, sowie auch sämtlichen Helfern vor und hinter der Kulisse danken.

Auf ein baldiges Wiedersehen an irgendeinem unserer tollen Anlässe!!

Euer Silvesterteam

Christian & Schläpfli